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 CeBit 2013» erlebt «16.03.2013 

Was wird wohl dieses Jahr das Buzzword der Cebit sein? Im vorigen Jahr war es zweifelsfrei Cloud. Wer auch in diesem Jahr den Begriff "Cloud" auf seine Fahnen schreibt, outet sich notorischer Nachzügler.

Wer mit dem Auto zur Cebit anreist, muss entweder früh aufstehen oder Stau erprobt sein. Das ist allgemein bekannt und es gibt keine Alternative. Oder doch? Ein Tipp, wie man auch ganz ohne Stau zum Ziel kommt: Nicht auf die Messebeschliderung achten, sondern den Weg nehmen, den das Navi vorschlägt (Messe Süd). Bei mir hat es jedenfalls dieses Jahr funktioniert.

Nun aber zur Messe selbst: Die revolutionären Neuerungen gab es erwartungsgemäß nicht. Folgende Dinge sind mir aufgefallen:

  • Huawei entpuppt sich als der shooting star mit ganz großem Auftritt.
  • Die Themen "Networking" und "Security" sind über die Maßen stark repräsentiert.
  • Es gab viele Foren / Vortragsrunden mit interessanten Themen.
  • Atos will sein für den firmeninternen Einsatz propagiertes Konzept des Zero email ™ nun auch extern vermarkten.
  • Die aggressive Art und Weise, mit der Passanten von manchen Ausstellern "angesprochen" werden ist, im Vergleich zum letzten Jahr, geblieben.

Einen sehr pfiffige und nützliche Dokumentation habe ich bei der OpenSource Community gefunden. Für den Interessenten von OpenSource Content Management sei die "CMS-Gartenfibel" empfohlen. In ihr werden über ein Dutzend CMS-Systeme beschrieben und miteinander verglichen.

Nicht so gut fand ich die Aufteilung / Gruppierung nach Ländern / Bundesländern, die die Suche nach einzelnen Themen erschwert.

Gut hingegen war die Etablierung das "Affenfelsens" (Bild oben), der letztes Jahr bereits in ähnlicher Form auf der re-publica in Berlin zu sehen war.

Übrigens: Es wurden dieses Jahr die Begriffe "Big Data" und "Cloud Security" bzw. "Security" allgemein dermaßen strapaziert, dass sie meiner Meinung nach die besten Chancen zum neuen Buzzword haben.

 Besuch der Messe Photokina in Köln» erlebt «23.09.2012 

Bisher habe ich nie die Gelegenheit wahrnehmen können, die "Leitmesse" in Sachen Fotografie zu besuchen. Dieses Jahr haben sich diverse Rahmenbedingungen geändert und ich habe darüber hinaus auch noch eine Eintrittskarte gewonnen. Als sparsamer Mensch blieb mir deshalb nicht anderes übrig, diesen Gewinn zu nutzen und kurz entschlossen nach Köln zur Photokina zu reisen.

Na ja, das mit der Sparsamkeit hat seine zwei Seiten. Für das Geld, das ich für Hotel- und Reisekosten ausgegeben habe, hätte ich gut und gerne zehn Eintrittskarten kaufen können. Für die Bahnfahrt gab es zwar Messe-Sonderkonditionen, das 2. Klasse Kontingent war aber bereits vergeben. Es blieb mir deshalb nichts anderes übrig, ein Messe-Sonderticket 1. Klasse zu buchen. Das war dann immer noch nur halb so teuer wir ein reguläres 2. Klasse Ticket. - Schon wieder gespart. - Dafür wurde ich bei den Hotelkosten so richtig abgezockt.

Doch jetzt genug gejammert. Da Anreise mit dem ICE war ausgezeichnet. Die Wartezeit bis zur Abreise konnte ich in der DB-Lounge (1. Klasse) mit Gratis-Getränken und Gratis-Lektüre im bequemen Ledersessel verbringen. Das Hotel war, abgesehen von den Zimmerkosten, akzeptabel. Das Wetter gut und das Kölsch süffig.

Ach ja, eigentlich wollte ich ja etwas über die Messe erzählen.

Kurz gesagt: Die große und spektakuläre Neuerung gibt es nicht, auch wenn an allen Ecken und Enden Detail-Verbesserungen erkennbar sind.

  • Ein Trend, der sich abzeichnet, ist die mehr oder weniger schleichende Migration von Spiegelreflex-Kameras hin zu spiegellosen Systemkameras. Jeder der großen Anbieter hat hier bereits etwas zu bieten.
  • WLAN kommt, ist meiner Meinung nach aber noch lange nicht ausgereift. Es werden noch lange nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft.
  • Die Verschmelzung von Kamera und Handy geht weiter.

Es ist erstaunlich zu sehen, was für ein einen großen Aufwand die ausstellenden Firmen betreiben, den Besuchern ansprechende Motive zu präsentieren. Neben einer Menge attraktiver Fotomodelle gibt es von Jongleuren bis hin zu Raubvögel so ziemlich alles zu sehen (und zu fotografieren) was man sich vorstellen kann.

Am Rande der Messe sehe ich da noch eine von Messebesuchern aller Länder überfüllte Kölner Altstadt. Abends sind die Restaurants und Kneipen gut besucht, auch wenn der Taxifahrer, der mich bei der Rückreise zum Bahnhof brachte, erzählte, er hätte von der Messe noch nicht viel bemerkt.

Einige Impressionen meines Besuchs habe ich in einer kleinen Fotogalerie zusammen gestellt.

 Mülleimer» gesehen «14.08.2012 

Bei der Durchsicht meiner diversen Foto-Sammlungen der letzten Jahre ist mir aufgefallen, dass sich unter den Fotos meiner Städtereisen immer wieder Abbildungen von Mülleimern befanden.

Diese wiederentdeckten Blider sind, mal mehr, mal weniger originell. Wahrscheinlich, weil sie von mir mehr oder weniger gedankenlos geschossen wurden. Da Müll beziehungsweise der Umgang und die Entsorgung desselben eine Aufgabe jedweder Gemeinschaft ist, werde ich dieses Thema weiter verfolgen.

Aus diesem Grund habe ich begonnen, eine kleine Mülleimer-Sammlung einzurichten, die im Laufe der Zeit hoffentlich noch wachsen wird.

 Silbersack» gefreut «05.08.2012 

Es ist erstaunlich, daß die Rettung einer kleinen, schmuddeligen Kneipe vor dem Abbruch ein so großes mediales Echo erfährt. Neben dem Hamburger Abendblatt ist sowohl in der Süddeutschen Zeitung als auch bei Spiegel Online ist etwas darüber zu lesen. Doch Eins nach dem Anderen im Telegramstil:

  • Die Kneipe heißt Silbersack und befindet sich in Hamburg im Stadtteil St. Pauli.
  • Die Wirtin Erna Thomsen ist gestorben.
  • Die Erbengemeinschaft will das Objekt verkaufen, was dem sicheren Abbruch gleich kommt.
  • Eine Gruppe Hamburger Geschäftsleute, die sich für den Erhalt der Institution einsetzen, kauft die Kultkneipe und rettet sie somit vor dem Abbruch.

So weit. So gut.

Ein ähnlicher Fall hat sich vor nicht all zu langer Zeit in München abgespielt. Die Kneipe Schwabinger 7 sollte einem Neubau weichen. Doch die Geschichte verlief anders als in Hamburg. Es gab zwar Protestaktionen mit prominenter Unterstützung, doch ohne den erhofften Erfolg. Die Luxus-Appartments werden gebaut.

Wie in München gibt es auch in Hamburg den Trend, den Kiez in eine Luxus-Appartment-Siedlung umzuwandeln.

Da haben also die Hamburger Retter des Silbersack in uneigennütziger Weise ein gutes Werk vollbracht. Ein Schelm, der böses dabei denkt. Vielleicht haben die Investoren das Bestreben, etwas vom Flair des alten St. Pauli zu erhalten um somit ihre sonstigen umliegenden Immobilien im Wert zu steigern. Wir wissen es nicht.

Doch egal, welche Beweggründe wirklich vorlagen. Die gute Tat ist vollbracht. Neue Generationen von Silbersack-Eleven werden weiterhin Gassenhauer aus der Musikbox hören und am Respal-Tresen sitzend Schnaps und Flaschbier zu soliden Preisen trinken.

 ZEN oder die Kunst, achtsam mit sich und seinem Computer umzugehen» gelesen «23.06.2012 

Das Buch ZEN oder die Kunst, achtsam mit sich und seinem Computer umzugehen habe ich vor einigen Tagen in einer Bücher-Ramschkiste gefunden und für wenig Geld erstanden. Nun gibt es ja bereits jede Menge mehr oder weniger lesenswerte Bücher, die ZEN mit einer anderen Kunstfertigkeit in Verbindung bringen. Ich habe mir einmal des Spass gemacht, nach solchen Titeln zu suchen. Da gibt es etwa

ZEN, oder die Kunst...

  • ... ein Pferd zu reiten
  • ... ein Motorrad zu warten
  • ... des Bogenschießens
  • ... der Präsentation
  • ... vom Rauchen zu lassen
  • ... ein Blatt ins Wasser zu legen
  • ... Gitarre zu spielen
  • ... des kampflosen Kampfes
  • ... sich zu verlieben
  • ... des Schreibens

Der Autor des hier zu besprechenden Buches hat selbst weitere Werke mit den Titeln

  • Zen rund um die Uhr (Zen 24/7)
  • Zen Guitar
  • Zen Sex

verfasst. Doch nun endlich zu dem Buch und seinem Autor.

Der Verfasser ist der japanisch-amerikanische Journalist, Musiker und Autor Philip Toshio Sudo. Er hat in Japan zwölf Jahre lang Zen studiert. Das Buch schrieb er im Jahr 1999. Es ist also nicht mehr ganz aktuell. Dies macht sich allerdings lediglich bei einigen wenigen Computer-Themen bemerkbar, worüber noch zu berichten ist. In Anbetracht der Tatsache, daß ZEN eine jahrtausend alte Philosophie ist, spielt ein gutes Jahrzehnt wohl keine allzu große Rolle.

Aus dem Englischen wurde das Buch übersetzt von Michael Schmidt. Die deutsche Ausgabe hat 191 Seiten.

Der Inhalt des Buches ist klar strukturiert und einfach zu lesen. Der Autor behandelt alle wichtigen Bestandteile eines Computers. Vom Einschalten und dem Installieren, über Hard- und Software bis hin zur Wartung und letzlich zum Abschalten wird die Computer-Terminologie mit ZEN-Weisheiten in Verbindung gebracht und dabei ein "ZEN-Computer" definiert.

Das Konzept des Zen-Computers wird dabei durch sieben Regeln untermauert. Regel Nummer eins ist zum Beispiel: "Erwarte das unerwartete", was wohl so manchen alten Computer-Haudegen beim lesen zum schmunzeln bringt.

Die so gewonnenen Lebensweisheiten werden durch Zitate von ZEN-Meistern untermauert. So spiegelt sich das Ying und Yang des ZEN sowohl in der binären 0 und 1 der digitalen Computerwelt als auch in der Unterscheidung und gleichzeitig dem Zusammenspiel von Hardware und Software wider.

Auch sollte man vor Beginn der Arbeit am Computer, diesem durch zunicken die Ehre erweisen. Das Buch erklärt, warum dies wichtig ist und warum die Einschaltprozedur durch Atemübungen begleitet werden sollte. Des weiteren lernt der Leser, wie die Regeln der japanischen Tee-Zeremonie im übertragenen Sinn auch für Software-Entwickler Anwendung finden.

Man muss kein Computer-Experte oder ZEN-Spezialist sein um das Buch zu lesen und zu verstehen. Auch wenn man nicht alle Gebote befolgt, kann man einiges für sich gewinnen. So lernt man zum Beispiel einen sorgsameren Umgang mit dem Computer und warum und wie man auf Abstürze gelassen reagieren sollte.

Bei dem Thema Computersicherheit vertritt der Autor die Ansicht dass es wesentlich besser ist, eine offene Gesellschaft mit einigen geschlossenen Komponenten zu haben als eine geschlossene Gesellschaft mit einigen offenen Komponenten. Dabei handelt es sich ohne Zweifel um ein auch heute noch hochaktuelles Thema, nicht nur im Computer-Bereich.

Aufgrund des Alters des Buches (Die amerikansche Erstausgabe erschien 1999 unter dem Namen "Zen Computers" bei Simon & Schuster in New York) kommt aus heutiger Sicht das Internet etwas zu kurz. Womöglich hätte der Autor diese Diskrepanz in einer neuen Auflage berücksichtgt. Leider ist er bereits 2002 im Alter von 42 Jahren gestorben.

Was ZEN ist, kann nicht erklärt werden, lehrt uns der fachkundige Autor. Dann aber beschreibt er, wie für ein einzelnes Pixel auf dem Computer-Monitor die Welt des Computers riesengroß aussieht. Wir schauen dabei hoch und erblicken die Sterne und denken an das Zitat von Immanuel Kant "Der bestirnte Himmel über mir und das moralische Gesetz in mir".

Fazit:

Diese Buch bekommt einen zentralen Platz im meinem Bücherregal, denn: Wenn‘s einmal wieder nicht so richtig klappt mit dem Computer, genügt ein Blick in diesen Ratgeber und es kehrt (hoffentlich) wieder die nötige Gelassenheit und das innere Gleichgewicht des Zen-Meisters ein.

Für Menschen, die weder mit Computer (auch solche soll es ja noch geben) noch mit ZEN etwas zu tun haben, kann diese Buch als Einstieg sowohl in die eine als auch in die andere Disziplin dienen.

 Oldtimer» gesehen «17.06.2012 

Seit 25 Jahren findet einmal im Jahr, anfangs in München, dann in Maxlrain bei Bad Aibling, die ADAC Bavaria Historic statt. Es handelt sich dabei um eine dreitägige Oldtimer-Rallye mit diversen Rahmenveranstaltungen.

Die größte und wichtigste Rahmenveranstaltung ist die Oldtimer-Ausstellung. Diese findet als Auftakt der Rallye am Fronleichnams-Feiertag rund um Schloss und Brauerei Maxlrain statt. Neben den an der Rallye teilnehmenden Autos werden auf den angrenzenden Wiesen mehrere tausend weitere Fahrzeuge gezeigt. Bei der Menge der ausgestellten Oldtimer muss man leider von zu viel Masse und zu wenig Klasse reden. Das liegt wohl auch daran, dass jeder, der sein Auto auf der Schlosswiese ausstellt, freien Eintritt bekommt.

Seit 2003 habe ich die Oldtimer-Ausstellung bisher fünf mal besucht. Von Anfang an hatte ich meinen Fotoapparat dabei. Im Laufe der Jahre habe ich mich, zuerst wohl unbewusst, dann mit voller Absicht, darauf konzentriert, nicht das große Ganze, sondern Details abzulichten.

Bei der Auswahl von Fotos von diesen Ereignissen für meine zweite Fotogalerie habe ich so viele Motive als "würdig" identifiziert, dass mir nichts anders übrig blieb, als die Galerie in drei Teile zu teilen wohl wissend, dass auch hier die Klasse unter der Masse leiden mag.

Und hier ist sie nun, meine dreigeteilte Oldtimer-Galerie.

 Meine erste Fotogalerie» gemacht «10.06.2012 

Unter dem Namen galerie 1 präsentiere ich heute meine erste Foto-Galerie. Die Nummer Eins soll dabei nicht bedeuten, daß ich mein Werk als das beste in eine Rangfolge sehe, sondern daß ich dieser ersten Sammlung noch weitere und hoffentlich bessere folgen lassen will.

Aus meinem Fotoarchiv habe ich eine kleine Auswahl an Motiven zusammen gestellt. Die Auswahl ist dabei weitest gehend zufällig getroffen worden.

Für die Zukunft plane ich, weitere, auch themenbezogene, Zusammenstellungen zu publizieren.

 Impressionen aus Berlin Mai 2012» gesehen «27.05.2012 

Hier einige Impressionen aus Berlin am Rande des LinuxTages.

 
 
 
 Notizen vom LinuxTag 2012 Berlin - Tag Vier» erlebt «26.05.2012 

Der Tag beginnt mit Politik. Mal sehen und hören, was die Piraten zu sagen haben zum Thema "Wie Open Source der Politik helfen kann". Es geht weniger um Politik, sondern mehr darum, wie das papiergebundene Berliner Abgeordnetenhaus per Computer abgebildet werden kann. Der Redner ist Administrator und spricht nicht über parteipolitische Themen. Trotzdem spürt man hier das Wachsen der Graswurzeln.

Jetzt als Kontrastprogramm "1001 Bugs - oder: die goldenen Regeln für schlechte Programmierung"
Witziger Erfahrungsbericht eines BBFH (Bastard Bugreporter from Hell). Ist der Akzent des Redners nun hessisch oder vorderpfälzisch ?

Habe eben mal beim root-Camp vorbei geschaut: total leer.

Die heutige Keynote: zwei Nokia/Suse-Leute über Qt 5: Es spricht u.a. der Chief Maintainer von Qt. Interessant. Da habe ich etwas gelernt.

Keine Ahnung, um was es im nächsten Vortrag "Let me teach you how fish" geht. Ich lasse mich überraschen. Die Vortragende ist etwas nervös. Hübsche Tierfotos. Mentoring. KDE. Auf der Suche nach Nachwuchs bei der KDE Entwicklung.

Android NDK
Der Redner erzählt zuerst einmal, was alles nicht funktioniert.
Scheint ein ziemliches Durcheinander zu sein (nicht der Redner, sondern das NDK).
Nichts für Einsteiger. Naturgemäß funktioniert bei einer Live-Demo nie alles.

Zum Schluss: Distro-Battle
Kurz bei dem CAcert Vortrag gegenüber reingeschaut. Hört sich nach einer Werbeveranstaltung an. Zurück zum Distrobattle. Vertreter der Distributionen Mageia, Fedora, Debian, Kubuntu und openSUSE stellen ihre Distributionen von. Irgendwie nicht berauschend. Schaue mir die Show nicht zu Ende an.

Schluss.

 Notizen vom LinuxTag 2012 Berlin - Tag Drei» erlebt «25.05.2012 

Heute ist towel day, wie in einigen Tweets erwähnt. Man kann aber nichts davon sehen. Na ja: Don't Panik.

Heute zuerst: Wie man SSH-Angreifern mit Linux Honeypots nachstellt.
Sehr gut und unterhaltsam. Da kann man sehen, das Security auch Spass machen kann. Einigen Anregungen muss ich unbedingt nachgehen.

Jetzt schnell runter zur Open Source Arena. Da gibt es einen Vortrag zu IPv6.
Immer noch keine KillerApp. nmap6. Tunnelbroker. Die kleine Router-Box von Sophos muss ich mir ansehen. Am 6.6.2012 ist DER IPV6 Tag. So langsam wird es ernst.

Obwohl ich noch nicht alles von den letzten beiden Vorträgen verdaut habe, geht es hurtig weiter in den Keller zur heutigen Keynote zum Thema Fast, less-complicated, lock-free data structures.
Themen: Parallelism, Locking, latency, Hardware Lock Elision, Transactional Memory, Hash Tables.
Der Redner ist Amerikaner mit einem Usenix T-Shirt von Goldman Sachs.
Verbesserter Locking Mechanismus durch in die CPU eingebaute Mechanismen beim Zusammenspiel zwischen first- und second level Cache bei Intel CPUs (Intel selbst hält sich wohl noch bedeckt über die genaue Implementierung). Beispiele anhand von Hash-Tables und Linked Lists.
Fazit: Sehr versierter Vortrag und ein interessanter Ausflug in die tiefsten Tiefen der Bits and Bytes. Die 90 Minuten sind verdammt schnell vergangen.

Weiter mit LibreOffice online and in your Pocket:
Was will der Redner uns damit sagen ? Ich weiß es nicht. LibreOffice in einem Browser oder unter Android. Recht nett.

Spiel, Spass und Spannung mit Git:
Aufgrund der Frage des Redners an das Publikum ergibt sich: Größtenteils handelt es sind beim Publikum um Software-Entwickler in Firmen mit weniger als zehn Mitarbeitern.
Na ja, jetzt habe ich einen Eindruck, wie man Git bedient.
Die vielen Fragen des Redners an das Publikum gehen mir so langsam auf die Nerven. Ich fürchte, wenn ich mich auf eine Frage des Redner melde, muss ich womöglich ein Gedicht aufsagen.

Kurz beim Hacking Contest vorbei geschaut und nun hoffe ich, dass der Vortrag RSIO - Remote Storage I/O erbaulicher sein wird, als der vorherige.
Eigenes, von der Fa. osl entwickeltes Protokoll unter Eleminierung der iSCSI Protokoll-Stacks. Derzeit für Solaris und Linux. Hört sich alles gut an, ist aber noch in der Entwicklung. Die spec ist noch nicht publiziert.

Kernel Kwestioning (steht tatsächlich so in der Agenda): Das Publikum fragt und die Linux Kernelentwickler antworten. Eines der Probleme ist: "Es braucht mehr zeit, die Mailing-Lists zu beobachten um zu sehen was los ist, als für die eigentliche Arbeit". Ein interessanter Einblick.
Ob es wohl auch Kernel-Entwicklerinnen gibt? Weder auf dem Podium noch im gesamten Saal sehe ich eine einzige Frau.
Die am meisten derzeit verwendete Linux-Distribution ist: Android.

 Notizen vom LinuxTag 2012 Berlin - Tag Zwei» erlebt «24.05.2012 

Es wurde bis jetzt erstaunlich wenig getwittert. Es wird von erstaunlich wenigen Leuten WLAN benutzt. Manche benutzen sogar noch Papier und Bleistift.
Vielleicht sollte ich einmal einen Vergleich LinuxTag - re:publica aufstellen.

Erfahrungen mit Samba4 im Produktiveinsatz:
Wird hoffentlich keine reine Produktpräsentation der Firma univention.
Nun weiß ich, wie toll das Produkt UCS der Firma univention ist. Schade. Live Demo funktioniert nicht. Die Moderation ist mal wieder recht bescheiden.

Samba Status Report:
Der Redner weiss wovon er spricht. Der Name CIFS ist wieder obsolete: Heißt wieder SMB (1/2/3).
Wichtigstes Thema: Neuigkeiten bei SMB 3.0. Sehr interessanter Vortrag.

Obwohl der Samba-Vortrag überzogen wurde (was ich gut fand), bin ich doch noch rechtzeitig zur Keynote von Jimmy Schulz MDB, FDP, IT-Unternehmer: Neue Wege für die Demokratie - oder: Wie Politik von OSS Entwicklung lernen kann.
Feedback an enquete Komission via Twitter. Einsatz von Adhocracy. Die derzeit existierenden Tools für Liquid Democracy sind von Nerds für Nerds geschrieben (zumal sogar manche Piraten ihre Probleme damit haben).

Kurzer Gang durch den Ausstellungsbereich. Alles was im Linux-Umfeld Rang und Namen hat, ist vertreten. Darüber hinaus noch viele kleine Firmen, die OpenSource basierte Spezialsoftware anbieten. Und eine Firma, die programmierbare Roboter samt Programmierschnittstelle zum selber programmieren anbietet.

Habe mich nun doch gegen dem Mircosoft-Vortrag entschieden und besuche die beiden Sessions über dovecot zumal ich schon mit dem Gedanken gespielt habe, dem Email Server selbst einzusetzen. Es spricht der Main-Developer. Ein Finne.
Themen: Neue Features in V2.1, dsync-replication, Ziel: Outlook replacement.

Nun: Hochperformante Mailspeicherung mit Dovecot/mdbox:
Erfahrungsbericht über Performance-Optimierung.
"maildir ist toll" bei wenigen mails.
Vor- und Nachteile vom mdbox.
Mails können auch als gzip komprimiert gespeichert werden.
Fazit: Voller Saal. Sehr guter Vortrag. Smarter Redner.

Jetzt noch drei Vorträge zur Software-Entwicklung. Hier gibt es mal wieder gar keinen Moderator.

Thema1: Metaebene - Fabric als Code Generation für Java, C und C++
Recht theoretischer Vortrag. Projekt stammt aus dem universitären Umfeld. Es werden noch Entwickler gesucht. Am Ende werden keine Fragen gestellt.

Thema2: Docbook Publishing and Authoring made Easy with DAPS (DocBook Authoring and Publishing Suite). Herkunft: Suse. Es fällt mir schwer, wach zu bleiben. Kein weiterer Kommentar.

Thema3: Practical documentation workflow.
Habe umdisponiert. Diese Dokumentations-Themen sind wohl nichts für mich.

Jetzt dann: Preisfindung für OpenSource.
Vortragender ist nicht anwesend. Suche erfolglos. Moderator versucht eine Diskussion/Erfahrungsaustausch anzuleiern. Mit Erfolg. Im kleinen Kreis von ca. 20 Leuten reden wir über das Thema.
Für mich bis jetzt das Highlight der ganzen Veranstaltung.

 Notizen vom LinuxTag 2012 Berlin - Tag Eins» erlebt «23.05.2012 

Obligatorische Verzögerung beim Einlass. Kostenloses WLan hat sofort funktioniert (im Gegensatz zur re:publica).

Dresscode: sehr Leger. Bin ziemlich overdressed und habe mein Sacko (auch wegen der großen Hitze) an der Garderobe abgegeben. Wie es sich im Nachhinein herausstellte wäre das zumindest wegen der Hitze nicht notwendig gewesen. Alle Räumlichkeit sind klimatisiert.

Im großen Vortragssaal wird die Präsentation mit OpenSource Tools durchgeführt im Gegensatz zu dem Präsentationsbereich in der OpenSource Arena im Erdgeschoß: Dort laufen unter Kopfschütteln der Zuschauenden Microsoft-Tools! Habe das gleich getwittert und auch sofort einen weiteren Augenzeugen gefunden.

Eröffnungsvortrag: Sehr mäßig gefüllter Saal. Roboter Tanz Show. Die Roboter können per SDK selbst programmiert werden. Staatssekretär erzählt den üblichen Bullshit (Technologietechnik, Interoperabilität, Einsparnotwendigkeit, Zukunftsstrategie). Die Schirmherrin / Staatssekretärin ist anscheinend gar nicht anwesend.

Der Frauenanteil liegt schätzungsweise bei Null Komma fünf Prozent.

Vortrag zu Lobbyarbeit für OpenSource: Der Saal ist fast leer. Trotzdem ein interessanter Vortrag. Fazit: Keine Panik.

Nächster Vortrag: Hochverfügbare Virtualisierung mit KVM,...
Der Vortragende arbeitet mit Debian, wie es sich gehört :) Fazit: Weniger in Hardware investieren und mehr in Konzepte. Der beste Wartungsvertrag ist: Mitdenken.

Nun: Systemmanagement mit facter, puppet und augeas.
Da hat anscheinend schon wieder jemand das Rad neu erfunden.
Es gibt doch erstaunlich viele Leute mit Apple-Hardware.

Als nächstes: Die eigene Cloud aus dem Linux-Baukasten.
Der Vortragende hasst das Word "Cloud".
Themen: Virtualisierung, Storage, Performance, Cluster, Netzwerk, Netzwerkvirtualisierung, Konfigurationsmanagement. Fazit: Die perfekte Lösung gibt es nicht. Ausprobieren. "Traut euch und überlegt euch eine gute Backup-Strategie".

Jetzt wieder Raumwechsel zum Vortrag über LiMux.
"Linux ist nicht das Ziel, sondern der Weg zum Ziel".
Zwischendurch: der hashtag #LinuxTag in Twitter ist voller SpamBots.
LiMux ist kein IT-Projekt sondern ein Veränderungsprojekt. Vom Redner sehr versiert und frei gesprochen. Kompetente Antworten auf die vielen gestellten Fragen.
Irgendwie fehlt mir eine professionelle (An- und Ab-) Moderation zwischen der Vorträgen.

Weiter zu: OpenSource Monitoring: Kombination von Nagios Bausteinen (IT-Cockpit). Leider nur einige Marketing Folien :(

Jetzt schnell in den Keller zur Podiumsdiskussion Politiker Panel zur Netzpolitik.
Hier wird das Podium neu bestuhlt und die Kameraleute sind auch schon da. Da gibt es tatsächlich Politiker von etablierten Parteien, die selbst Server mit OpenSource Software administrieren.
Der CDU-Vertreter ist nicht anwesend.
Große Baustellen: Urheberrecht (weltweit), Netzneutralität.

 Katzenfoto» gesehen «21.05.2012 

Zum Üben dann erst einmal ein altes Katzenfoto aus der guten alten Dunkelkammer-Zeit.

 Dann mal los !» erlebt «20.05.2012 

Seit ungefähr 1993 beschäftige ich mich mal mehr und mal weniger intensiv beruflich mit der Erstellung von Webseiten und dem Betrieb von Webservern und allen was so dazu gehört.

Im Frühjahr 2006 war es dann soweit und ich habe mich doch entschlossen, meine eigene, private Homepage zu erstellen. Dabei legte und lege ich immer noch Wert darauf, meine Seiten nach dem guten alten UNIX-Motto "small is beautiful" so kompakt und einfach wie möglich zu gestalten. Folgende Kriterien sollen dem Kenner der Materie die Einfachkeit aufzeigen:

  • Nur HTML und CSS
  • Keine Hyperlinks (somit erspare ich mir den eigentlich obligatorischen Disclaimer)
  • Keine Frames
  • Kein Java
  • Kein Javascript (vielleicht später einmal...)

Genauso spartanisch wie die Webseiten sind auch meine Entwicklungswerkzeuge:

  • MacOS X (Terminal)
  • vi
  • gcc
  • make
  • shell-Scripts
  • ImageMagick (Zeilenorientiert zur automatischen Größenanpassung von Images)

Seit Frühjahr 2012 habe ich angefangen zu bloggen und mir auch dazu meine Bearbeitungsumgebung aufgebaut. Zum selben Zeitpunkt habe ich meinen Content von homepage.mac.com/hoeh nach thomashoeh.de verlagert.

20.05.2012 / impressum